Was ist die Reichskanzlei?

Die Reichskanzlei


Die Reichskanzlei war die Beh√∂rde des Reichskanzlers des Deutschen Reichs von 1878 bis 1945. Die Beh√∂rde war vor allem f√ľr den Verkehr des Reichskanzlers mit den √ľbrigen Reichs- und Staatsorganen verantwortlich. Die Leitung oblag einem Staatssekret√§r. Sie hatte ihren Sitz in der sogenannten ‚ÄěAlten Reichskanzlei‚Äú in der Berliner Wilhelmstra√üe 77, dem ehemaligen Palais des polnischen F√ľrsten Antoni Henryk RadziwiŇāŇā, auch ‚ÄěPalais Radziwill‚Äú, ‚ÄěPalais Schulenburg‚Äú oder ‚ÄěReichskanzlerpalais‚Äú genannt. Die Reichskanzlei wurde auf Dr√§ngen Otto von Bismarcks in diesem Geb√§ude eingerichtet.

Die Reichskanzlei wurde zuweilen auch ‚ÄěReichskanzleramt‚Äú genannt. Sie ist aber nicht zu verwechseln mit dem tats√§chlichen Bundeskanzleramt des Norddeutschen Bundes, das seit 1871 Reichskanzleramt hie√ü. Es entwickelte sich zum Reichsamt des Innern.

Die Buchreihe

Zwischen 1878 und 1945 ging die Reichskanzlei als der Sitz der deutschen Reichskanzler in die Weltgeschichte ein. Als ein barockes Adelspalais errichtet, wurde die Reichskanzlei von ihren st√§ndig wechselnden Bewohnern stetig umgebaut und vergr√∂√üert. Hier wurden Entscheidungen getroffen, die die Geschichte Europas und des deutschen Volkes mitbestimmten. Die Architektur der Reichskanzlei bot den Hausherren dabei immer eine bewusst gestaltete B√ľhne ihres Auftretens. So schufen w√§hrend der 208 j√§hrigen Nutzung des Geb√§udes Architekten wie Konrad Wiesend, Karl Friedrich Schinkel, Wilhelm Neumann, Eduard Jobst Siedler, Paul Ludwig Troost, Leonhard Gall und Albert Speer durch ihre Neu-,¬† Um-¬† und Erweiterungsbauten an diesem wichtigen Ort der Geschichte Meilensteine der Architektur.

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