Rechtzeitig das Motoröl wechseln – von Profis lernen

Motorenölwechsel
Motorenölwechsel / ©Ensuper/depositphotos.com

Ein Verbrennungsmotor eines Pkw besteht je nach Größe und Bauart aus 1000 bis 2500 Einzelteilen, wobei viele der Teile wie zum Beispiel die Kolben beweglich sind. Hinzu kommt, dass ein Verbrennungsmotor während des Betriebs sehr hohe Temperaturen erreicht. Damit der Verbrennungsmotor problemlos bei Hitze und Kälte anspringt und läuft, braucht er eine gute Schmierung: das Motoröl.

Mehr als nur ein Schmiermittel

Motoröl ist ein Schmiermittel und für Verbrennungsmotoren unverzichtbar. Da Verbrennungsmotoren sehr heiß werden und Motoröl permanent im Motor fließt, sorgt es außerdem für eine Umverteilung der Wärme im Motor und somit für eine Abkühlung sehr heißer Regionen des Motors. Es versteht sich von selbst, dass Motoröl unter diesen Bedingungen verschleißt und vor Erreichen des Endes der Lebensdauer gewechselt werden sollte.

Motorenoil
Motorenoil / ©Kesu01/depositphotos.com

Darum soll man Motoröl wechseln

Verschlissenes Motoröl erfüllt seine Funktion nicht mehr zuverlässig, was zu Problemen führen kann:

  • Die Schmierung des Motors ist beeinträchtigt
  • Die Umverteilung der Hitze funktioniert nicht mehr so gut
  • Der Treibstoffverbrauch kann steigen
  • Der Motor ist für Defekte anfälliger
  • Das Motoröl wird durch Vermischung oder Verunreinigung mit anderen Flüssigkeiten verdünnt und altert vorzeitig

Warum verschleißt Motoröl?

Sobald Motoröl im Motor verwendet wird, altert es aus verschiedenen Gründen. Einmal ist hier die thermische Einwirkung zu nennen, wenn sich zum Beispiel Motoröl im Winter von Temperaturen unter Null Grad Celsius nach dem Start binnen kurzer Zeit erhitzt. Aber auch Abrieb der beweglichen Teile und die bereits erwähnten Verunreinigungen durch andere Flüssigkeiten wie zum Beispiel durch Benzin lassen Motoröl altern.

Kann Motoröl oxidieren?

Da ein Motor nicht zu 100 Prozent dicht ist und immer wieder Wasser und Treibstoff in den Motor gelangen, kommen diese Flüssigkeiten mit dem Motoröl in Kontakt und lassen es oxidieren. Bei Benzinmotoren kann zum Beispiel bei Fehlzündungen unverbranntes Benzin-Luft-Gemisch mit Motoröl vermengt werden. An kalten Tagen kann sich bei Frost im Motor Kondenswasser bilden und so das Motoröl kontaminieren.

Wechsel Motorenoil in der Werkstatt
Wechsel Motorenoil in der Werkstatt / ©LanaStock/depositphotos.com/

Wann muss man Motoröl wechseln?

Das Intervall zum Wechsel von Motoröl hängt vom Fahrzeugmodell und von den gefahrenen Kilometern ab. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass das Intervall von 15.000 bis 40.000 Kilometern reicht. Wer mit seinem Wagen also durchschnittlich 10.000 bis 15.000 Kilometer im Jahr fährt, sollte nach 1,5 bis zwei Jahren das Motoröl wechseln.

Gibt es Motoröl, das nie gewechselt werden muss?

Ja, diese Motoröle enthalten Additive, die das Altern des Motoröls verhindern. Allerdings raten viele Autohersteller von der Verwendung solcher Lifetime-Öle ab. Es kann auch die Garantie seitens des Autoherstellers erlöschen, wenn ein solches Motoröl verwendet wird.

Gibt es Motoröl für die verschiedenen Jahreszeiten?

Für die warme Jahreszeit wird sogenanntes Sommer- und für die kalte Jahreszeit sogenanntes Winter-Motoröl verwendet. SAE 0, 5, 10 Motoröle sind dickflüssig und für die kalte Jahreszeit und SEA 20, 30, 40 Motoröle sind dünnflüssig und für die warme Jahreszeit geeignet, wobei SAE die Temperaturen definiert. Zum Beispiel: Das Motoröl TOTAL Quarzt 10W-40 eignet sich für große Hitze im oberen Temperaturbereich von 40 Grad plus Außentemperatur.

Wie funktioniert ein Ölwechsel?

Der Ölwechsel wird in einigen wenigen Schritten durchgeführt:

  • Wagen anheben (zum Beispiel mit einer Hebebühne)
  • Motorabdeckung abschrauben
  • Öl-Matte unterlegen
  • Ölauffangwanne aufstellen
  • Ablassschraube öffnen und Motoröl abfließen lassen
  • Ölfilter entfernen
  • Ablassschraube mit neuer Kupferdichtung wieder einsetzen
  • Neuen Ölfilter einsetzen
  • Neues Motoröl einfüllen
  • Altes Motoröl fachgerecht entsorgen

👉Experten empfehlen allerdings, den Ölwechsel in einem Fachbetrieb vornehmen zu lassen.

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