Vorsorgeuntersuchungen – Darum sind sie so wichtig

Vorsorgeuntersuchungen

Ein Auto muss in regelmäßigen Abständen zur Inspektion. Die meisten Fahrzeugeigentümer halten die entsprechenden Termine penibel ein. Denn sie wollen nur das Beste für ihren Wagen. Warum ist das aber anders, wenn es um die eigene Gesundheit geht? Denn mit Blick auf Vorsorgeuntersuchungen nehmen es viele Menschen eher nicht so genau. Dabei kann der vorsorgliche Gang zum Arzt sehr wohl dabei helfen, rechtzeitig mögliche schwerwiegende Erkrankungen festzustellen.


In der Tat lassen sich viele ernsthafte gesundheitliche Probleme, wie beispielsweise Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sehr gut und durchaus erfolgreich behandeln, sofern sie früh genug erkannt werden. Dementsprechend stellt sich die Frage, aus welchem Grund so viele Erwachsene ihrem “geliebten Vehikel” oftmals weitaus mehr Aufmerksamkeit und Interesse widmen, als dem eigenen Körper.

Wirft man einen Blick auf die aktuellen Statistiken und eruiert die häufigsten Todesursachen, so rangieren diesbezüglich Tumore und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ganz weit vorne. Gerade einmal die Hälfte der Frauen über 20 Jahren geht regelmäßig zur Krebsvorsorge. Der Anteil der Männer ist in dem Zusammenhang sogar noch niedriger.

Vorsorgeuntersuchungen können Leben retten

Wer aktiv etwas für mehr Gesundheit und Wohlbefinden tun möchte, sollte sich dazu durchringen, die regelmäßigen Vorsorge-Check-ups durchführen zu lassen.

Für Frauen sind unter anderem folgende Vorsorgeuntersuchungen elementar:

  • ab dem 20. Lebensjahr: Genitaluntersuchungen auf Gebärmutterhalskrebs ein Mal im Jahr
  • ab dem 30. Lebensjahr: die jährliche Brustuntersuchung
  • ab dem 50. Lebensjahr: Mammographie-Screening im zweijährigen Rhythmus

Männern werden unter andere, folgende Vorsorgeuntersuchungen empfohlen:

Sowohl Männer, als auch Frauen sollten jährlich ab dem 35. Lebensjahr ein Hautkrebs-Screening durchführen lassen. Ebenso sind Blutuntersuchungen zur Ermittlung der Cholesterin- und der Blutzuckerwerte empfehlenswert. Ab dem 50. Lebensjahr empfehlen sich Dickdarm- und Rektum-Untersuchungen, und auch Darmspiegelungen sollten im Abstand von etwa 10 Jahren durchgeführt werden.

Warum werden nicht alle Vorsorgeuntersuchungsangebote wahrgenommen?

In erster Linie sind es berufliche oder private Verpflichtungen, die Zeit kosten und damit viele Damen und Herren davon abhalten, Vorsorgeuntersuchungen durchführen zu lassen. Häufig werden Termine verschoben oder gar vergessen. Darüber hinaus lassen es die täglichen Arbeitszeiten oftmals nicht zu, die mitunter zeitlich vorgegebenen Termine in den Arztpraxen oder Kliniken einzuhalten. Stress und Hektik im Job halten viele Menschen obendrein häufig davon ab, “den inneren Schweinehund zu überwinden” und Vorsorgetermine beim Arzt des Vertrauens zu vereinbaren. Die Zahl der “Untersuchungsverweigerer” ist aber nicht zuletzt auch deshalb relativ hoch, weil viele Menschen den Ernst der Lage oft gar nicht erkennen. Sie vertreten sogar – wenn auch nur unbewusst – die Ansicht, dass ihnen eine schwerwiegende Erkrankung wohl kaum widerfahren wird.

Frei nach dem Motto: “Es kann nicht sein, was nicht sein darf”, gehen etliche von ihnen allzu sorglos mit sich selbst und ihrer Gesundheit um obwohl die Gesundheit immer zu den Top10 der Guten Vorsätze gehört. Dabei zeigen aktuelle Erfahrungswerte auf, dass die Teilnahme an regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen in der Tat Leben retten oder zumindest die Behandlungserfolge verbessern können. Angesichts dieser Erkenntnis ist es unabdingbar, dass in unserer Gesellschaft ein Umdenken stattfindet oder dass die Menschen zumindest ein Stückweit sensibilisiert werden.

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