Was ist ein Bio-Schwein?

Bio-Schwein
Bio-Schwein / ©alexraths/depositphotos.com

Definition Bio-Schwein

Ein Bio-Schwein ist ein Schwein, das nach den Richtlinien der ökologischen Landwirtschaft gehalten und gefüttert wird. Diese Richtlinien legen fest, dass die Tiere artgerecht und unter Berücksichtigung ihres Wohlergehens gehalten werden müssen.



Bio-Ferkel im Freiland
Bio-Ferkel im Freiland / ©acceleratorhams/depositphotos.com

Das bedeutet unter anderem, dass Bio-Schweine mehr Platz zur Verfügung haben als in konventionellen Betrieben und Zugang zu Auslauf ins Freie haben müssen. Auch die Fütterung der Tiere muss den Vorgaben der Bio-Landwirtschaft entsprechen, beispielsweise darf das Futter keine genetisch modifizierten Organismen (GMOs) enthalten und der Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln ist stark eingeschränkt.

Darüber hinaus dürfen Bio-Schweine nur mit bestimmten Medikamenten behandelt werden und müssen länger leben als in konventionellen Betrieben. Der Verkauf von Fleisch und anderen Produkten von Bio-Schweinen erfolgt oft unter dem Label “Bio” oder “Öko”.

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Wie erkenne ich Fleisch vom Bio- Schwein?

Fleisch von Bio-Schweinen wird in der Regel im Geschäft extra gekennzeichnet. Das Bio-Siegel wird von einer zertifizierten Stelle vergeben und zeigt an, dass das Produkt den Vorgaben der ökologischen Landwirtschaft entspricht. In Deutschland gibt es verschiedene Bio-Siegel wie das EU-Bio-Logo, das deutsche Bio-Siegel oder das Demeter-Siegel.

Bio Siegel

Diese Siegel stehen für eine artgerechte Haltung der Tiere, den Verzicht auf genetisch modifizierte Organismen (GMOs) und den Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln sowie den längeren Lebenszyklus der Tiere. Fleisch von Bio-Schweinen muss diesen Vorgaben entsprechen, um als Bio-Produkt verkauft werden zu dürfen.

Es kann jedoch auch vorkommen, dass das Fleisch von Bio-Schweinen nicht extra gekennzeichnet ist und mit anderen Fleischprodukten im Regal liegt. In diesem Fall kann es hilfreich sein, auf die Herkunft des Fleisches und mögliche Zertifizierungen zu achten, die auf der Verpackung angegeben sind.

Seit wann gibt es das Bio-Schwein?

Die biologische Landwirtschaft, einschließlich der Produktion von Bio-Schweinen, hat ihre Wurzeln in den 1920er Jahren, als Wissenschaftler und Landwirte begannen, Methoden zu entwickeln, die den Einsatz von synthetischen Chemikalien und Pestiziden minimierten und den Boden und die Umwelt besser schützten.

Die EU-Richtlinien für den ökologischen Landbau wurden 1991 eingeführt, und seitdem hat sich die Produktion von Bio-Schweinen und anderen Bio-Lebensmitteln stark entwickelt. In Deutschland wurde die staatliche Bio-Zertifizierung für Schweinefleisch erstmals im Jahr 2001 eingeführt.

Heute gibt es Bio-Schweinefarmen in vielen Ländern der Welt, und Bio-Schweinefleisch ist in vielen Supermärkten und Lebensmittelgeschäften erhältlich. Die genauen Standards für Bio-Schweinehaltung und -produktion variieren von Land zu Land.

Gab es in der DDR auch schon Bio-Schweine?

Schweineaufzucht in der DDR
Schweineaufzucht in der DDR / Bundesarchiv Junge, Peter Heinz / CC-BY-SA 3.0

Ja, auch in der DDR gab es Bio-Schweinehaltung und -produktion, die unter dem Begriff “Ökologischer Landbau” bekannt war. Die ökologische Landwirtschaft wurde in der DDR in den 1980er Jahren offiziell eingeführt und umfasste neben dem Anbau von Bio-Getreide, Obst und Gemüse auch die Haltung von Bio-Tieren wie Schweinen, Rindern und Hühnern.

Die ökologische Landwirtschaft in der DDR hatte jedoch aufgrund von fehlenden Ressourcen und technischen Schwierigkeiten mit der landwirtschaftlichen Produktion zu kämpfen. Die Produktion von Bio-Lebensmitteln in der DDR war daher begrenzt und konnte nicht mit der Produktion in Westeuropa mithalten.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde der ökologische Landbau und damit auch die Bio-Schweinehaltung in Ostdeutschland weiterentwickelt und ausgebaut. Heute gibt es in Ostdeutschland viele Bio-Schweinehalter und -produzenten, die ihre Produkte sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern vermarkten.

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