Trockenfrüchte: Die gesündere Alternative zu Zucker und Süßigkeiten?

Trockenfrüchte

Immer mehr Menschen beschäftigen sich intensiver mit ihrer Ernährung und suchen nach gesünderen Alternativen zu altbekannten Lebensmitteln. Insbesondere auf Industriezucker in Gebäck, Müsli und anderen Lebensmitteln möchten dabei viele Menschen weitestgehend verzichten. Genau darum stehen Trockenfrüchte als gesunde Zuckeralternative oder Süßigkeitenersatz bei vielen hoch im Kurs.

Trockenobst statt raffinierter Zucker

Raffinierter Zucker – auch als herkömmlicher, weißer Haushaltszucker bekannt – steckt in besonders vielen Lebensmitteln. Neben Backwaren und Süßigkeiten kommt er zur Geschmacksverbesserung auch in vielen herzhaften, industriell hergestellten Lebensmitteln zum Einsatz. Werden diese zuckerhaltigen Lebensmittel in Maßen genossen, ist das kein Problem – die bestmögliche Ernährungsoption ist raffinierte Zucker allerdings nicht.

Schließlich handelt es sich bei aus Zuckerrüben hergestelltem, raffiniertem Zucker quasi um eine süße, von sämtlichen Nährstoffen bereinigte Kohlenhydratform. Ursprünglich in der Zuckerrübe enthaltene Mineralien und Vitamine wurden entzogen, sodass das Endprodukt lediglich einen süßen Geschmack, Kohlenhydrate und viele Kalorien behält.

Es liegt auf der Hand, dass diejenigen, die abnehmen, gesünder leben oder ihre Leistungsfähigkeit steigern möchte, auf die „leeren“ Industriezucker-Kalorien lieber verzichten möchten. Schließlich liefert Industriezucker kaum Inhaltsstoffe, die für den Körper wertvoll wären. Vielmehr lässt er lediglich den Blutzuckerspiegel rasch ansteigen und löst so oft sogar Heißhungerattacken aus.

Als Alternative zu herkömmlichem Zucker oder Süßigkeiten setzen viele Menschen darum auf Trockenfrüchte. Sie werden durch die Trocknung von frischem Obst mittels heißer Luft hergestellt und können Müsli, Gebäck und viele andere Speisen natürlich süßen oder pur genossen werden. Doch sind Trockenfrüchte tatsächlich gesünder? Schließlich kommt ihr besonders süßer Geschmack doch dadurch zustande, dass frischem Obst Wasser entzogen und der natürliche Fruchtzucker im Trockenobst so quasi konzentriert wird.

Trockenfrüchte: Die gesündere Alternative zu Zucker und Süßigkeiten?

Die meisten Nährstoffe bleiben in Trockenfrüchten erhalten

Trockenfrüchte – von Mango bis zur Dattel – sind hierzulande als Zucker- oder Süßigkeitenalternative besonders beliebt. Gemeinsam haben sämtliche Trockenfrüchte dabei, dass sie durch den Entzug von Wasser konserviert und ihre natürlichen Inhaltsstoffe konzentriert werden. Das bedeutet: Aufgrund des Flüssigkeitsentzugs enthält 100 Gramm Trockenobst eine höhere Konzentration an Nährstoffen, als 100 Gramm der frischen Variante.

Gleichzeitig fällt allerdings auch auf, dass Trockenfrüchte recht hochkalorisch sind. Im Vergleich zur frischen Ostvariante sind nämlich auch die Kalorien in Trockenfrüchten quasi konzentriert: Während in 100 Gramm frischen Bananen beispielsweise rund 90 Kalorien stecken, sind es bei der getrockneten Version knapp 300 Kalorien.

Dennoch sind Trockenfrüchte aber keinesfalls mit herkömmlichem Industriezucker vergleichbar. Obwohl beide Produkte eine recht hohe Kaloriendichte aufweisen, hat Trockenobst nämlich einen entscheidenden Vorteil: Anders, als in Industriezucker, bleiben wertvolle Mikronährstoffen in Trockenobst weitestgehend enthalten. Bei vielen Trockenobst-Sorten ist nämlich beispielsweise der Gehalt an Kalium, Magnesium, Kalzium und Eisen besonders hoch. Auch die Vitamine E, K sowie einige Vitamine der B-Gruppe sind in Trockenfrüchten vorhanden.

Trockenfrüchte liefern wertvolle Ballaststoffe

Trockenfrüchte sind nicht nur reich an wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen. Anders als herkömmlicher Zucker liefern sie auch besonders viele Ballaststoffe. Insbesondere die Verdauung wird durch Trockenobst darum effektiv gefördert. Wer regelmäßig Trockenfrüchte zu sich nimmt und außerdem ausreichend trinkt, kann so Verstopfungen effektiv vorbeugen.

Zu beachten ist allerdings: Damit eine Regulierung der Darmfunktion eintreten kann, darf Trockenobst nicht im Übermaß konsumiert werden. Bestimmte Trockenobstsorten (z. B. Trockenpflaumen) können in großen Mengen nämlich Blähungen oder Durchfall verursachen.

Trockenfrüchte Auswahl

Zucker und Süßigkeiten durch Trockenobst ersetzen?

Wie bereits gesehen, enthält Trockenobst aufgrund des Trocknungsprozesses eine hohe Konzentration an natürlichem Fruchtzucker. Allerdings kann Fruchtzucker nur bedingt als gesunde Alternative zu herkömmlichem Industriezucker angesehen werden. Auch er ist nämlich besonders kalorienreich und lässt den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen. Dementsprechend sollte auch Trockenobst nur in moderaten Mengen verzehrt werden.

In Maßen genossen hat Trockenobst dann – gegenüber herkömmlichem Zucker – aber einen entscheidenden Vorteil: Es liefert wertvolle Vitamine sowie Mineral- und Ballaststoffe. Wird Trockenobst zum Süßen und Verfeinern eingesetzt, sorgt es darum nicht nur für einen süßen Geschmack, sondern reichert Müsli, Gebäck und Co. auch auf gesunde Weise an.

Außerdem darf Trockenobst auch statt konventioneller Süßigkeiten auf den Tisch kommen. Anders als Schokolade und andere Snacks enthält es nämlich keine Aroma- oder Farbstoffe und ist weitestgehend fettfrei. Dementsprechend können Trockenfrüchte durchaus als gesunde Alternative zu Süßigkeiten oder Zucker angesehen werden.

Insbesondere diejenigen, die Gewicht verlieren möchten, sollten allerdings darauf achten, auch Trockenobst nur in moderten Mengen zu sich zu nehmen. Zwar ist Trockenobst zweifelsohne gesünder als herkömmlicher Industriezucker. Kalorienarm ist es aber insbesondere im Vergleich zu frischem Obst dennoch nicht.

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