Mecklenburger Schecken

Mecklenburger Schecke
Mecklenburger Schecke


Im sp√§ten Mittelalter wurden Kaninchen erstmals bewusst gez√ľchtet. Hierbei wurde gerade am Anfang, verst√§rkt auf die Zucht von Kaninchen mit hohem Gewicht geachtet. Aus diesem Grunde gibt es heute viele Hauskaninchen, wie zum Beispiel den Mecklenburger Schecken, die mehr als 1 bis 2 Kilo wiegen. Sie ist eine mittelgro√üe Kaninchenrasse, die erstmals 1980 √∂ffentlich gezeigt wurde. Im Oktober 1990 wurde diese Rasse in den gesamtdeutschen Standard √ľbernommen.¬†Mecklenburger Schecken sind eine Kombinationskreuzung aus blauen Wienern, Alaska und gescheckten deutschen Widdern. Mittlerweile gibt es Mecklenburger Schecken nicht mehr nur in schwarz-wei√ü, sondern auch in rot-wei√ü und blau-wei√ü.

Geschichte der Mecklenburger Schecken

Mecklenburger Schecken stammen, wie der Name bereits vermuten l√§sst, aus Mecklenburg und¬†wurde seit 1973 von Rudolf Wulf aus¬†Goldenbow¬†in¬†Mecklenburg¬†herausgez√ľchtet. Nach Selektion und Einkreuzung von Widderkaninchen mit Mantelscheckung konnten 1980 in¬†Wittenberge¬†Mecklenburger Schecken erstmals pr√§sentiert werden. Nachdem die Rasse in den ‚ÄěBewertungsbestimmungen f√ľr Rassekaninchen in sozialistischen L√§ndern‚Äú 1980 in den Farben schwarz und blau anerkannt wurde, z√ľchtete G√ľnter Vetter aus¬†Bautzen¬†durch Einkreuzen von¬†Roten Neuseel√§ndern¬†den roten Farbenschlag. 1990 erfolgte de Aufnahme der Rasse in den Deutschen Einheitsstandard. Die Farbe dunkel-/eisengrau-wei√ü und wildfarben-wei√ü wurden 2012 im¬†ZDRK¬†anerkannt. Der Farbenschlag th√ľringerfarbig-wei√ü ist ab Oktober 2014 als Rasse anerkannt.

Unterschied zw. Hase und Kaninchen?

In der heutigen Zeit kommt es immer wieder vor, dass mittlere und gro√üe Kaninchenrassen f√§lschlicherweise als Hasen bezeichnet werden. Die Bezeichnung Hase ist allerdings f√ľr alle Hauskaninchen falsch. Denn alle weltweit verbreiteten Hauskaninchen stammen vom europ√§ischen Wildkaninchen ab und dies unterscheidet sich deutlich von einem Hasen.

WildkaninchenHase
Ohrlängeca. 6 bis 8 cm12 bis 14 cm
Körperbaugedrungenenschlang
Gewichtzwischen 1 bis 2 Kilobis 7 Kilo
SozialverhaltenGruppeEinzelgänger
Trächtigkeit28 bis 33 Tage40 bis 42 Tage
NachwuchsNesthockerNestfl√ľchter

Diese Beispiele sollen verdeutlichen, wo die Unterschiede zwischen einem Hasen und einem Wildkaninchen liegen. F√ľr alle, die noch keinen richtigen (Feld)Hasen gesehen haben hier ein Foto.

Feldhase
Feldhase

Merkmale der Mecklenburger Schecken

Körperbau

  • Mecklenburger Schecken sind eine mittelgro√üe Rasse
  • mit gedrungenem, walzenf√∂rmigen K√∂rper (vorne und hinten gleich breit)
  • R√ľckenlinie ist ebenm√§√üig und hinten abgerundet
  • kr√§ftige, mittellange L√§ufe
  • kurzer Hals mit einem kr√§ftigen Nacken
  • kurzer, gedrungener Kopf, der ohne erkennbare Halsbildung dicht am Rumpf sitzt
  • voll ausgepr√§gte Brust
  • breite Stirn- und Schnauzenpartie
  • gut ausgepr√§gte Backen
  • kurze, kr√§ftige Ohren, die von der L√§nge mit dem K√∂rper harmonisieren

Fell und Farbgebung

  • mittellanges Fell
  • sehr dichte Unterwolle mit kr√§ftiger und gleichm√§√üiger Begrannung
  • die Ohren sind gut behaart
  • die Farbgebung ist durch die sogenannte Mantelzeichnung gepr√§gt
  • die Zeichnungsfarbe ist entweder schwarz, rot oder blau
  • die Grundfarbe ist reinwei√ü
  • der Rumpf und die Ohren sollten komplett, der Kopf √ľberwiegend mit der Zeichnungsfarbe abgedeckt sein
  • auf der Stirn kann ein wei√üer Fleck vorhanden sein
  • Kinnbackeneinfassung, Unterkiefer, Brust und Vorderl√§ufe sollten komplett, Hinterl√§ufe und Bauch √ľberwiegend wei√ü sein
  • die Zeichnung sollte gleichm√§√üig sein und keine wei√üen Flecken aufweisen
  • die Augenfarbe sollte bei schwarz-wei√üen und rot-wei√üen Mecklenburger Schecken braun und bei blau-wei√üen Mecklenburger Schecken blau-grau sein
  • die Krallen sind farblos

Gewicht

  • mind. 3,5kg
  • Normalgewicht √ľber 4,5kg
  • H√∂chstgewicht 5,5kg

Video: Mecklenburger Schecke rot-weiß

Tipps zur Kaninchenzucht

Kaninchen werden erst seit dem sp√§ten Mittelalter gez√ľchtet. Neben der Pelz- und Fleischproduktion werden Kaninchen auch als Haustiere gehalten. In der Natur sind Kaninchen ein beliebtes Beutetier. Damit das √úberleben trotzdem gesichert ist, sind Kaninchen von Natur aus sehr fortpflanzungsfreudig. Kaninchen erreichen bereits mit 10 bis 12 Wochen die Geschlechtsreife. Allerdings sollte die Deckung erst ab einem Alter von einem Jahr erfolgen. Die Tragezeit betr√§gt 28 bis 33 Tage. Kaninchen k√∂nnen pro Wurf ein bis 12 Junge geb√§ren.


Zucht – Mecklenburger Schecken

Bei der Zucht von Mecklenburger Schecken sollte auf folgendes geachtet werden. Die Paarung von 2 Typenschecken bringt in der Regel zur Hälfte Typenschecken, zu einem Viertel einfarbige Nichtschecken und zu einem Viertel Weißlinge (auch Chaplins genannt) hervor. Deshalb wird die Paarung häufig mit einem Typenschecken und einem einfarbigen Nichtschecken vollzogen. So besteht der Nachwuchs zur einen Hälfte aus Typenschecken und zur anderen Hälfte aus einfarbigen Nichtschecken.

Kaninchenzuchtverband

Der gr√∂√üte deutsche und auch weltweite Kaninchenzuchtverband ist der Zentralverband Deutscher Z√ľchter e.V. mit ca. 185.000 Mitgliedern. Mittlerweile werden 88 Rassen in 370 Farbanschl√§gen in Deutschland vom Zentralverband Deutscher Z√ľchter e.V. anerkannt. (Ohne Gew√§hr)

Tätowierung

Ein reinrassiges Kaninchen erkennt man an den T√§towierungen in beiden Ohren. Im linken Ohr k√∂nnte zum Beispiel die Zahlenkombination “F 387” und im rechten Ohr “5621” t√§towiert sein. Der Buchstabe im linken Ohr steht f√ľr den Landesverband und die Zahl f√ľr den entsprechenden Ortsverband. Die Zahlenkombination im rechten Ohr gibt den Geburtsmonat, das Geburtsjahr (einstellig) und die laufende Nummer der Rasse an. Im obigen Beispiel w√ľrde das bedeuten, dass das Tier im Mai 2006 geboren ist und das 21. Tier seiner Rasse ist, welches t√§towiert wurde. Um Kaninchen zu t√§towieren, werden zuerst die Zahlen und Buchstaben mit einer Zange ins Ohr gedr√ľckt. Danach wird Tinte auf die entsprechenden Stellen gegeben. Die Tinte haftet in den eingedr√ľckten Nummern und Buchstaben und w√§chst ins Ohr ein.

Ausstellungen

An Ausstellungen d√ľrfen nur Kaninchen teilnehmen, die zugelassen und t√§towiert sind. Die Ausstellungen finden meistens im Herbst statt und gehen von Lokalschauen der Vereine √ľber Kreis-, Bezirks- und Landesschauen. Der H√∂hepunkt ist die Bundesschau, diese findet alle zwei Jahre – im j√§hrlichen Wechsel mit der Bundesrammlerschau – in Deutschland statt. Bei der Bundesschau wird der begehrte Titel “Deutscher Meister” vergeben. Es ist weltweit die gr√∂√üte Kaninchenschau.

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Wie ist die Ernährung der Kaninchen?

Bei der Ern√§hrung von Kaninchen gibt es unterschiedliche Meinungen, die einen schw√∂ren auf Fertigfutter aus Tierhandlungen, die anderen meiden es g√§nzlich. In der Natur steht dem Kaninchen kein Fertigfutter zur Verf√ľgung, im Gegenteil es ern√§hrt sich √ľberwiegend von Gr√§sern. Der Verdauungstrakt ist demnach auch f√ľr Gr√§ser ausgelegt. Aus diesem Grunde sollten auch bei Hauskaninchen √ľberwiegend Gras und Gr√§ser gef√ľttert werden. Fertigfutter gilt in der Regel als Zucht- und Mastfutter.

Gras

Gras kann nach einer entsprechenden Eingew√∂hnung in unbegrenzter Menge angeboten werden. Gras enth√§lt alle wichtigen N√§hrstoffe, die Kaninchen ben√∂tigen, deshalb ist es die ideale Futterquelle. Da Gras in frischer Form nicht immer in ausreichender Menge zur Verf√ľgung steht, kann zus√§tzlich Heu gef√ľttert werden.

Heu

Kaninchen besitzen keine starke Magenmuskulatur, damit der Verdauungstrakt richtig funktioniert muss immer wieder Nahrung nachgeschoben werden. Hierf√ľr eignet sich Heu besonders gut, es sollte dem Kaninchen, genau wie Wasser, Tag und Nacht zur Verf√ľgung stehen. Des weiteren f√∂rdert Heu den Zahnabrieb der Backenz√§hne.

Gr√ľnfutter

Zum Gr√ľnfutter geh√∂ren zum Beispiel L√∂wenzahn, M√∂hrengr√ľn, Petersilie und vieles mehr. Vieles davon ist im Supermarkt erh√§ltlich und bietet eine gesunde Abwechslung auf dem Speiseplan eines Kaninchen. Nach einer Eingew√∂hnung kann Gr√ľnfutter genau wie Gras und Heu unbegrenzt zur Verf√ľgung gestellt werden.

Obst und Gem√ľse

Obst und Gem√ľse sollte auf dem t√§glichen Speiseplan eines Kaninchens mit eingeplant sein. Es sorgt f√ľr zus√§tzliche Vitamine, Eiwei√üe und Kohlenhydrate. Allerdings sollte der Gem√ľseanteil den Obstanteil wegen des hohen Zuckergehalts √ľberwiegen.

Bestimmte Nahrungsmittel f√ľhren bei zu hoher Dosierung bei Kaninchen unter anderem zu Bl√§hungen oder Durchfall. Aus diesem Grunde sollten diese Nahrungsmittel relativ selten und nur in kleinen Mengen serviert werden. Zu diesen Nahrungsmitteln geh√∂ren zum Beispiel alle Kohlsorten, Aubergine, Kartoffeln, Kopfsalat, Wirsing, rote Beete, Salatgurken,Tomaten und Zuccini.

Giftige Nahrung

Bestimmte Nahrungsmittel sollten Kaninchen nicht erhalten, da diese giftig f√ľr sie sind. Wildkaninchen haben einen angeborenen Instinkt f√ľr solche Nahrungsmittel, bei Hauskaninchen ist dieser Instinkt weitestgehend nicht mehr vorhanden.

Folgenden Nahrungsmittel sollten nicht enthalten sein: Eibengewächse, Goldregen, Herbstzeitlose, Hundspetersilie, Kartoffelkeime, rohe Bohnen, Schierling, schwarzer Nachtschatten, Tollkirsche.

Video: Mecklenburger Schecken in schwarz-weiß

Tipps zur Haltung von Kaninchen

Bei Kaninchen sollte auf eine artgerechte Haltung geachtet werden. Um Kaninchen artgerecht zu halten, m√ľssen die Gegebenheiten in der freien Wildbahn ber√ľcksichtigt werden. Insbesondere die Punkte:¬†Soziale Kontakte – keine Einzelhaltung, R√ľckzugsm√∂glichkeiten, Bewegungsm√∂glichkeiten, Abwechslung und Ruhephasen.¬†Wenn die f√ľnf Aspekte nicht erf√ľllt werden k√∂nnen, sollte √ľberlegt werden, ob die Anschaffung eines Kaninchens das richtige ist, dazu wird noch in Innenhaltung und Aussenhaltung unterschieden.

Kaninchen Innenhaltung

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F√ľr die Innenhaltung gibt es unz√§hlige K√§fige. Fakt ist allerdings, dass die handels√ľblichen K√§fige mit einer durchschnittlichen Gr√∂√üe von 50cm x 100cm zu klein sind, um einem Kaninchen gen√ľgend Bewegungsraum zu verschaffen. Deshalb sollte dem Kaninchen t√§glich ein entsprechender Freilauf eingerichtet werden. Als Mindestma√ü f√ľr den Auslauf gelten 2qm¬≤ pro Kaninchen. Zus√§tzlich sollten dem Kaninchen Verstecke und H√ľtten eingerichtet werden, auch eine Kiste mit Sand wird dem Kaninchen gefallen.

In Zoohandlungen gibt es mittlerweile unzählige Sorten von Einstreu, besonders gut eignen sich Naturfaser- oder Maisstreu. Mit Heu und Stroh kann das Wohlbefinden des Kaninchens weiter gesteigert werden.

Kaninchen im Aussengehege

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Bei der Außenhaltung werden die Kaninchen in der Regel in Holzstallungen gehalten. Diese können fertig montiert im Fachhandel gekauft oder selber gebaut werden. Als Einstreu wird hier meistens Stroh verwendet.

Auch bei der Au√üenhaltung ist ein entsprechender Auslauf erforderlich. Ein Gehege sollte mindestens 6qm¬≤ gro√ü sein und Verstecke und wetterfeste H√ľtten beinhalten. Die Futterpl√§tze sollten gesch√ľtzt, am besten √ľberdacht, aufgestellt werden. Hohle Baumst√§mme und √Ąste sorgen f√ľr Abwechslung im Gehege.

Des weiteren sollte darauf geachtet werden, dass das Gehege gut gesichert ist. Zum einen damit die Kaninchen nicht fliehen und zum anderen, damit sie nicht zur Beute von nat√ľrlichen Raubtieren werden.

Was f√ľr Krankheiten gibt es bei Kaninchen?

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infektiöse Krankheiten

  • Myxomatose
  • RHD (chin. Kaninchenseuche – Rabbit Hemorrhagic Disease)

bakterielle Krankheiten

  • Kaninchenschnupfen (Rhinitis contagiosa cuniculi)
  • Listeriose

parasitäre Krankheiten

  • Kokzidiose
  • Encephalitozoonose

Sonstige Krankheiten

  • Blasengrie√ü, Blasensteine
  • Blasenentz√ľndung
  • Durchfall
  • Dysbiose – St√∂rung der Darmflora
  • Fell- und Hautprobleme
  • Hitzeschlag
  • Magen-Darm-Entz√ľndung
  • Parasitenbefall
  • Pilzbefall
  • Schiefhals – Torticollis
  • Trommelsucht
  • Verhaltensst√∂rungen
  • Verstopfung
  • Zahnprobleme

Pflege Tipps f√ľr Kaninchen

Ein Kaninchen benötigt weniger Pflege und Aufmerksamkeit als ein Hund, allerdings mehr als eine Katze. Dies sollte bereits beim Kauf beachtet werden.

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Krallen schneiden

Die Krallen von Kaninchen wachsen genau wie die Fingern√§gel von Menschen. Obwohl Menschen Ihre Fingern√§gel regelm√§√üig schneiden oder feilen werden die von Kaninchen oftmals vernachl√§ssigt. Werden die Krallen zu lang – aufgrund zu geringer Abwetzung – beeintr√§chtigen sie das Kaninchen beim Laufen. Deshalb sollten die Krallen regelm√§√üig √ľberpr√ľft und ggf. gek√ľrzt werden. Im Fachhandel gibt es spezielle Krallenscheren. Sollten Sie sich nicht trauen, die Krallen zu schneiden, k√∂nnen Sie Ihren Tierarzt um Hilfe fragen.

Zahnkontrolle

Die Z√§hne sollten sp√§testens dann √ľberpr√ľft werden, wenn das Kaninchen nicht mehr richtig frisst oder abmagert. Sind die Z√§hne zu lang sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. Dieser kann die Z√§hne k√ľrzen und gleichzeitig die Backenz√§hne √ľberpr√ľfen.

Futterreste

Reste von Gr√ľnfutter sollten sp√§testens am Folgetag entfernt werden, genau wie plattgelegenes Heu.

Näpfe und Trinkflaschen

Trinkflaschen sollten t√§glich mit frischem Wasser gef√ľllt und zwischendurch mit einem Flaschenreiniger gereinigt werden. Die N√§pfe sollten einmal pro Woche gereinigt werden.

Käfigreinigung

Bei der Innenhaltung sollte der K√§fig einmal pro Woche komplett gereinigt werden. Hierbei sollte nicht nur die Einstreu entfernt, sondern auch die Schale mit Wasser ausgewaschen werden. Einmal monatlich sollten auch die Gitter des K√§figs, sowie vorhandene H√§uschen oder Sitzbretter mit Wasser gereinigt werden. Kaninchen w√§hlen f√ľr ihr Gesch√§ft normalerweise eine bestimmte Ecke ihres K√§figs, diese sollte alle drei bis vier Tage gereinigt werden, bei Bedarf auch h√§ufiger. Au√üenst√§lle sollten alle drei bis vier Wochen ausgemistet und zwischendurch desinfiziert werden.

Das Verhalten von Kaninchen

Auch wenn Kaninchen nicht sprechen können, so zeigen sie Ihrem Halter anhand von Körperhaltung und Geräuschen was sie möchten und was nicht. Lernen Sie die Sprache ihres Kaninchens.

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Ablecken

Hartn√§ckig h√§lt sich das Ger√ľcht, dass Kaninchen einen ablecken, weil sie angeblich Salzmangel haben. Dies ist schlicht und ergreifend falsch. Mit dem Ablecken der Hand zeigen Kaninchen ihre Zuneigung zum Menschen. Allerdings sollte darauf geachtet werden, was Kaninchen alles ablecken. Wird zum Beispiel der Boden regelm√§√üig abgeleckt, kann dies auch ein Zeichen f√ľr Einsamkeit sein.

angespannte Körperhaltung mit vorgestrecktem Hals

Es befindet sich etwas neues in der Umgebung des Kaninchens, das vorsichtig begutachtet werden muss. Meistens werden die Ohren dabei nach vorn gerichtet und der Schwanz aufgestellt.

auf den Boden dr√ľcken

Aufgerissene Augen, angelegte Ohren und den K√∂rper auf den Boden dr√ľcken signalisiert, dass sich das Kaninchen unterordnet. Dies ist kein positives Zeichen, da die Unterordnung aus Unwohlsein und Angst (bis hin zur Panik) resultiert. Oft kann dieses Verhalten beobachtet werden, wenn ein Kaninchen gestreichelt oder hochgehoben werden soll.

Dinge umschubsen

Kaninchen sind von Haus aus neugierig und so muss alles in ihrem Umfeld erkundet werden. Bewegliche Sachen werden schonmal umgestoßen und vor sich hergeschoben, so können sie besser erkundet werden.

Entspanntes sitzen – aufrecht

Das Kaninchen sichert seine Umgebung. Dabei wird alles genauestens beobachtet.

Entspanntes sitzen – hocke

Kaninchen k√∂nnen stundenlang mit angelegten Ohren in der Hocke sitzen und vor sich hinm√ľmmeln. Dabei sollten sie nicht gest√∂rt werden, da sie vor sich hin d√∂sen.

Körperstarre

Wenn ein Kaninchen eine Gefahr zu sp√§t erkennt, erstarrt es. Dabei rei√üt es die Augen weit auf, stellt die Ohren auf und die Atmung wird schneller. Dieses Verhalten sch√ľtzt Kaninchen in der Natur oft vor Feinden, da diese teilweise nur bewegte Beute wahrnemen. Bei Hauskaninchen kann dieses Verhalten beobachtet werden, wenn sich das Kaninchen in einer Ecke befindet aus der es nicht fl√ľchten kann.

Fauchen

Wenn ein Kaninchen faucht sollte es in Ruhe gelassen werden. Meistens wird mit dem Fauchen auch eine Abwehrhaltung angenommen, die zus√§tzlich verdeutlichen soll, dass das Kaninchen unzufrieden oder w√ľtend ist.

Flucht

Kaninchen sind Fluchttiere. Bei hektischen und schnellen Bewegungen fl√ľchten sie panikartig. Meistens fl√ľchten sie aber nur wenige Meter, oft bis zu einem Unterschlupf. In dieser Situation sollte das Kaninchen nicht weiter bedr√§ngt werden. Es muss sich erstmal beruhigen, danach kommt es von alleine wieder hervor.

Geräusche

Hartn√§ckig h√§lt sich das Ger√ľcht, dass Kaninchen lautlos sind und keine Ger√§usche von sich geben. Kaninchen bellen zwar nicht wie Hunde, aber sie k√∂nnen Ger√§usche von sich geben. Es gibt sogar Artgenossen, die permanent T√∂ne von sich geben, in der Regel ist dies aber eher die Seltenheit. Wie die K√∂rpersprache eines Kaninchens haben auch die abgegebenen T√∂ne eine Bedeutung.

Haken schlagen

Durch das Schlagen von Haken k√∂nnen Kaninchen auf der Flucht eine schnelle Richtungs√§nderung herbei f√ľhren. Hauskaninchen toben sich auf diese Art aus, sie signalisieren ihrem Halter damit √úbermut und Lebensfreude.

Klopfen

In der Natur warnen Kaninchen Ihre Artgenossen vor einer Gefahr in dem sie kr√§ftig mit den Hinterl√§ufen auf den Boden trommeln. Hauskaninchen dr√ľcken mit diesem Verhalten Ihre Angst aus, es kann aber auch ein Anzeichen f√ľr eine Krankheit sein.

Leises fiepen

Ein leises fiepen ist meistens nur bei Jungtieren zu hören, diese rufen damit nach ihrer Mutter.

Liegen – auf der Seite

Wenn sich ein Kaninchen auf die Seite legt (oftmals schmei√üen sie sich regelrecht auf die Seite) und damit seinen ungesch√ľtzten Bauch zeigt, signalisiert es damit, dass es sich absolut sicher f√ľhlt. Das Kaninchen wei√ü, dass ihm hier nichts passieren kann.

Liegen – ausgestreckt

Wenn Kaninchen sich ausstrecken zeigen Sie, dass sie sich wohl und sicher f√ľhlen. Werden die Hinterbeine nach hinten gestreckt, das Kinn auf die Vorderpfoten und die Ohren angelegt, ist das Kaninchen vollkommen entspannt.

Männchen machen

Kaninchen machen Männchen, damit sie ihr Umfeld besser inspizieren können. So können sie auch höherliegende Dinge erkunden. Hauskaninchen machen oft auch Männchen um zu betteln, dies sollte allerdings nicht immer belohnt werden.

Reiben des Kinns an Gegenständen

Unterhalb des Kinns haben Kaninchen Ihre Duftdr√ľse. Durch die Reibung an Gegenst√§nden mit dem Kinn markieren Kaninchen ihr Revier.

schriller Schrei

Ein Laut der durch Mag und Bein geht und das soll er auch. Kaninchen geben diesen Laut von sich, wenn sie Schmerzen oder sehr große Angst haben.

Stupsen

Kaninchen begr√ľ√üen einen indem sie ankommen, einen beschnuppern und leicht mit der Nase oder dem Kopf anstupsen. Sie machen so auf sich aufmerksam und wollen Beachtung bekommen, diese sollte ihnen auch nicht verwehrt werden. Senkt das Kaninchen nach dem Stupser den Kopf oder schiebt es den Kopf direkt unter Ihren Arm, dann ist das eine klare Aufforderung zum Kraulen. Wird der Kopf wieder gehoben oder Ihre Hand sogar weggesto√üen, dann reicht es mit dem Kraulen.

Umkreisen der F√ľ√üe

Mit dem Umkreisen der F√ľ√üe dr√ľcken Kaninchen ihre Zuneigung zum Halter aus.

Verteilung von Kötteln

Mit der Verteilung von Kötteln verfolgen Kaninchen das gleiche Ziel, wie mit dem Reiben des Kinns an Gegenständen: Reviermarkierung. In der Regel werden die Köttel an den Reviergrenzen verteilt. Häufig kommt es vor, dass auch stubenreine Hauskaninchen mit der Verteilung von Kötteln beginnen, meistens wenn ein neuer Artgenosse auftaucht.

W√ľhltrieb

Kaninchen lieben es L√∂cher in den Boden zu buddeln. Da Hauskaninchen oftmals keine Erde haben in der sie buddeln k√∂nnen, weichen sie auf andere Dinge aus. Besonders gut eignen sich daf√ľr Handt√ľcher und Decken.

Zähneknirschen

Mit einem leisen Z√§hneknirschen – oft wenn ein Kaninchen gekrault wird – dr√ľckt es seine Entspannung, Zufriedenheit und Gelassenheit aus. Aber Vorsicht, wenn das Z√§hneknirschen st√§rker wird, haben Kaninchen in der Regel Schmerzen.

Wissenswertes zum Kaninchen

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Anatomie

Kaninchen besitzen 7 Hals-, 12 Brust-, 7 Lenden-, 14 Kreuzbein- und 16 Schwanzwirbel. Die K√∂rpertemperatur von Kaninchen liegt zwischen 38,5¬į und 40¬į. Die Herzfrequenz von Kaninchen liegt im Ruhezustand zwischen 120 bis 150 Schl√§gen pro Minute. Die Atemfrequenz bei 50 bis 150 pro Minute.

Augen

Die Augen beim Kaninchen sind, wie bei vielen Fluchttieren, seitlich am Kopf. Dies erm√∂glicht dem Kaninchen einen Radius von 170,5¬į pro Auge. Da sich die Gesichtsfelder kaum √ľberlappen, hat das Kaninchen fast einen kompletten rundum Blick. Nur ein kleiner Radius ist dem Kaninchen nicht zug√§nglich. Die Pupillen von Kaninchen erweitern sich fast gar nicht, dies f√ľhrt dazu, dass Kaninchen bei grellem Licht relativ schlecht sehen, daf√ľr in der D√§mmerung um so besser. Kaninchen sind, wie viele andere Fluchttiere auch, weitsichtig. Des weiteren leiden Kaninchen an der sogenannten Rot-Gr√ľn Blindheit. D.h. Kaninchen k√∂nnen diese beiden Farben nicht unterscheiden, sie nehmen Sie als eine Farbe wahr.

Magen

Der Kaninchenmagen arbeitet anders, als ein menschlicher Magen. Der Mageninhalt wird nur durch erneute Futteraufname weitergeleitet. Dies hat zur Folge, dass Kaninchen eine permanente Nahrungszufuhr benötigen Рin der Regel 80 Mahlzeiten pro Tag.

Nase

Kaninchen k√∂nnen mit Hilfe von 100 Millionen Riechzellen in Ihrer Nase jedes noch so winzige Duftmolek√ľl wahrnehmen. Es gelingt Ihnen die Artgenossen anhand der gesetzten Duftmarken zu erkennen und zu unterscheiden.

Ohren

Die Ohren von Kaninchen sind trichterf√∂rmig und k√∂nnen unabh√§ngig von einander bewegt werden. Dies erm√∂glicht dem Kaninchen eine direkte Wahrnehmung s√§mtlicher Ger√§usche in einem Radius von 360¬į.

Zähne

Kaninchen besitzen insgesamt 28 Zähne. Die beiden Schneidezähnen im Oberkiefer werden durch zwei kleinere Stiftzähne verstärkt. Kaninchen haben wurzeloffene Zähne, die lebenslang nachwachsen. In der Regel wachsen die Zähne im Unterkiefer schneller, als im Oberkiefer.

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Quelle: mecklenburgerschecke.de

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