Grippe und ErkÀltung: Symptome richtig deuten und kurieren

Grippe und ErkÀltung: Symptome richtig deuten und kurieren
Bild: gfhjkm123 / pixabay.com

Husten, Schnupfen, Fieber – Millionen von Deutschen klagen jedes Jahr im Winter ĂŒber diese Beschwerden. Doch handelt es sich um die gefĂ€hrliche Grippe oder nur einen grippalen Effekt? Wie wird man die Symptome schnellstmöglich los?

Ein grippaler Infekt kommt schleichend

In vielen FĂ€llen versteckt sich hinter den Beschwerden zum GlĂŒck nur ein grippaler Effekt, wie der medizinische Fachbegriff fĂŒr ErkĂ€ltung lautet. Halsschmerzen, Husten und eine dichte Nase können von rund 200 verschiedenen Viren ausgelöst werden, wĂ€hrend die echte Grippe von einem einzigen Erreger kommt. Das erklĂ€rt auch, warum man manchmal nach einer ErkĂ€ltung allzu bald wieder die nĂ€chste bekommt. FĂŒr einen grippalen Infekt gilt die Faustregel: “Es kommt drei Tage, es bleibt drei Tage und es geht drei Tage.” Charakteristisch fĂŒr die ErkĂ€ltung ist, dass sie sich langsam einschleicht. ZunĂ€chst kitzelt es nur in der Nase oder kratzt im Hals, am Folgetag verschlimmern sich dann die Beschwerden. Gewöhnliche ErkĂ€ltungen gehen eher selten mit Fieber einher, die Temperatur ist höchstens leicht erhöht. Nach neun Tagen sollte der Infekt komplett ĂŒberwunden sein.

Die echte Grippe kann lebensbedrohlich werden

Manchmal fĂ€llt es sogar den Ärzten schwer, ErkĂ€ltung und Grippe zu unterscheiden. Denn die gefĂ€hrliche Influenza beginnt ebenfalls mit ganz normalen ErkĂ€ltungssymptomen. Im Gegensatz zum grippalen Effekt treten diese jedoch schlagartig und viel intensiver auf. Erkrankte bekommen hohes Fieber sowie starke Kopf- und Gliederschmerzen, zuweilen sogar SchĂŒttelfrost. Man fĂŒhlt sich so krank und elend, dass man sich kaum noch auf den Beinen halten kann und einfach nur ins Bett möchte.

Eine echte Grippe bedeutet eine Bettruhe von einer Woche oder sogar lĂ€nger. Dabei ist es wichtig, auf den eigenen Körper zu hören und den Gang zum Arzt nicht auf die lange Bank zu schieben. Denn bei alten Menschen, kleinen Kindern und allen mit einem schwachen Immunsystem kann die Grippe sogar lebensbedrohlich werden, jĂ€hrlich sterben immer noch Tausende von Menschen in Deutschland an der Influenza. Bei einem schweren Verlauf mit LungenentzĂŒndung wird der Arzt rezeptpflichtige Medikamente einsetzen.

Welche Medikamente verschaffen Linderung?

Bei Viruserkrankungen hilft nur Geduld, bis sie von selbst vorbeigehen. Doch zum GlĂŒck gibt es Medikamente, die Symptome von Grippe lindern können. Ein Nasenspray hilft bei Schnupfen und verstopfter Nase, die SchleimhĂ€ute abschwellen zu lassen. Typische Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol können gegen Gliederschmerzen eingesetzt werden und helfen ebenfalls, das Fieber zu senken.

Inhalieren mit Medikamenten auf der Basis von Ă€therischen Ölen hat sich sowohl bei Schnupfen als auch Husten bewĂ€hrt. Weiterhin ist es empfehlenswert, die körpereigene Abwehr gezielt mit Vitalstoffen zu unterstĂŒtzen. Eine hoch dosierte Einnahme von Vitamin C ist mittlerweile ein Klassiker bei ErkĂ€ltungskrankheiten. Daneben kann die Genesung auch durch simple Zink-Lutschtabletten beschleunigt werden. Wie aus einer im Fachmagazin BMC Family Practice veröffentlichten Studie ersichtlich wird, kann die Einnahme von 80 mg pro Tag die Dauer von typischen Symptomen einer ErkĂ€ltung erheblich verkĂŒrzen.