Berufswunsch Feuerwehrmann – Das solltest Du wissen!

Feuerwehrmann von hinten

Woran denkt ihr eigentlich als erstes, wenn ihr die Berufsbezeichnung Feuerwehrmann hört? Vielleicht an mutige MĂ€nner, die sich mit dem Wasserschlauch in der Hand in ein Flammenmeer stĂŒrzen, um Menschenleben zu retten? Dann liegen sie richtig. Lesen Sie hier etwas ĂŒber die Anforderungen an den Beruf des Feuerwehrmannes.

Ausbildung zum Feuerwehrmann

Gute Chancen Feuerwehrmann zu werden, haben Personen mit guten Noten und einer abgeschlossene Ausbildung (am besten einen handwerklichen Beruf). NatĂŒrlich muss man sportlich sein und auch eine gute Allgemeinbildung und technisches VerstĂ€ndnis sind wichtig.

Das Feuerwehr-Lehrbuch: Grundlagen - Technik - Einsatz

Bei der Feuerwehr gibt es nur sehr wenig Feuerwehrfrauen, und das aus gutem Grund: die Arbeit ist körperlich zum Teil sehr schwer und deshalb nur bedingt fĂŒr Frauen geeignet. NatĂŒrlich können sich dennoch Frauen bewerben! Sie werden nicht benachteiligt, sondern Eignungstests entscheiden bei allen Bewerbern, ob mĂ€nnlich oder weiblich, ob sie fĂŒr eine Ausbildung in Frage kommen.

Nach der Ausbildung ist bei den Feuerwehrleuten ĂŒbrigens vor der Ausbildung: sie mĂŒssen ihr ganzes Berufsleben lang zahlreiche Weiterbildungen in Beriechen wie zum Beispiel chemische und biologische Gefahrstoffe, ReaktorunfĂ€lle und Vorbereitung auf Katastrophen absolvieren, um in ihrem Beruf „fit“ zu bleiben – ungefĂ€hr 240 Stunden im Jahr drĂŒckt ein Feuerwehrmann die Schulbank!

Außerdem muss jeder Feuerwehrmann alle drei Jahre einen Sporttest machen. Der entscheidet, ob er weiter EinsĂ€tze fĂ€hrt oder einen Schreibtischjob bekommt. Die zweijĂ€hrige Lehre beinhaltet die Ausbildung zum RettungssanitĂ€ter, einen Grundlehrgang Feuerwehr sowie ein Praktikum. Danach kann sich der Absolvent „Feuerwehrmann“ nennen und sich nach Wunsch weiter qualifizieren, zum Beispiel zum FahrzeugfĂŒhrer oder Brandinspektor.

Feuerwehr im Einsatz

Aufgaben bei der Feuerwehr

Und natĂŒrlich löscht ein Feuerwehrmann nicht nur BrĂ€nde. Nein, die Aufgaben der Feuerwehr sind vielfĂ€ltig: Technische Hilfestellungen bei Hochwasser oder VerkehrsunfĂ€llen gehören genauso dazu wie Eisrettung, Tierrettung, Höhenrettung (nur die Feuerwehr hat schließlich eine Drahtleiter!) und tĂ€gliche NottĂŒröffnungen.

Feuerwehr Waldbrand BekÀmpfung
Feuerwehr Waldbrand BekÀmpfung

BrandeinsĂ€tze sind am hĂ€ufigsten. Hier gibt es natĂŒrlich Unterschiede: es gibt WohnungsbrĂ€nde, DachstuhlbrĂ€nde, GroßbrĂ€nde (zum Beispiel in Industriegebieten), WaldbrĂ€nde – die Liste ließe sich noch fortsetzen, aber eins steht fest: BrĂ€nde können vermieden werden. Rauchmelder in der Wohnung zum Beispiel sind eine sehr wirkungsvolle Maßnahme.

Wenn in der Zentrale ein Notruf eingeht, sind die FeuerwehrmĂ€nner fĂŒr gewöhnlich innerhalb von 10 Minuten am Einsatzort.

Die AusrĂŒstung in Brandeinsatz

Das Anziehen dauert dabei noch nicht einmal ein Minute. Das hört sich jetzt vielleicht nicht besonders beeindruckend an, aber wenn ihr jetzt denkt: „Na so schnell kann ich mich auch anziehen!“ lest erst einmal, was alles zu einer Feuerwehrmontur gehört:

Feuerwehr Schutzbekleidung
Feuerwehr Schutzbekleidung

Zuallererst natĂŒrlich die Schutzkleidung, bestehend aus Jacke, Hose und Stiefel aus schwer entflammbaren Material. Immerhin herrschen bei einem Brand Temperaturen von 600 bis 1200 Grad Celsius! Außerdem darf der so genannte SicherheitsgĂŒrtel nicht fehlen. An ihm sind so wichtige Dinge wie Beil, Sicherungsleine und Handlampe befestigt. Dann gehören natĂŒrlich der Schutzhelm und zuletzt der „Pressluftatmer“ zur AusrĂŒstung eines Feuerwehrmannes. Dieser besteht aus zwei Tanks mit 1500 Litern Luft als Inhalt – das reicht fĂŒr 20 Minuten atmen auch im dicksten Qualm. Die MĂ€nner schnallen sie sich auf den RĂŒcken und jetzt erst ist die AusrĂŒstung komplett. Ihr Gesamtgewicht liegt bei 35 bis 40 kg und auch diese Last ist ein Grund, warum es so wenige Frauen bei der Feuerwehr gibt.

Feuerwehr im Einsatz

Hilfeleistungslöschfahrzeug“ (HLF)
Hilfeleistungslöschfahrzeug“ (HLF)

Kaum angezogen, geht’s so schnell wie möglich, bei einem Feueralarm, zu den Autos. Die heißen ganz korrekt „Hilfeleistungslöschfahrzeug“ (HLF). Eins davon kostet ca. 150.000 €. Auf einem HLF wird natĂŒrlich jede Menge Spezialtechnik mitgefĂŒhrt. Zum Beispiel eine WĂ€rmebildkamera, um Glutnester und verschĂŒttete Personen aufzuspĂŒren.

WĂ€rmebildkamera mit Echtzeit-WĂ€rmebild
WĂ€rmebildkamera mit Echtzeit-WĂ€rmebild

Oder einen Spreizer, um große, schwere GegenstĂ€nde hochzuheben. Dieser „stemmt“ locker 13,5 Tonnen – das ist beispielsweise ein Straßenbahnwaggon! Mit einer auch mitgefĂŒhrten großen Schere können Autos aufgeschnitten werden, um eingeklemmte Menschen zu befreien. Sie schneidet durch dickes Metall wie eine Bastelschere durch Papier!

Dann gibt’s noch diverse Pumpen, Aggregate und die oft gebrauchte Drehleiter, die allein schon rund 65.000 € kostet. Diese teure Spezialtechnik muss natĂŒrlich bedient werden können: Weiterbildung zum Maschinisten gehören also auch zum „Lernprogramm“ mancher FeuerwehrmĂ€nner. Wartung und Pflege der Fahrzeuge steht ebenso auf dem Dienstplan, denn die MĂ€nner sind natĂŒrlich nicht ununterbrochen im Einsatz. Eine Schicht dauert ĂŒbrigens 24 Stunden, in denen zwar Ruhepausen, aber keine „ErholungsschlĂ€fchen“ auf dem Programm stehen – es ist also kein Job fĂŒr SchlafmĂŒtzen!

Einige der MÀnner sind ehrenamtlich tÀtig: sie geben Brandschutzunterricht in Schulen und KindergÀrten, bilden MÀnner bei der Freiwilligen Feuerwehr aus oder sind als Ausbilder beim Rettungsdienst tÀtig.

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