Drei Pitchrunden, ein Panel und viel Zeit zum Reden. Am holt futureSAX die sächsische KI- und Gründerszene nach Bautzen, ins Sorbische National-Ensemble. Von 12 bis 18 Uhr dreht sich beim futureSAX-Innovationsforum New Work & KI alles um eine praktische Frage: Was macht künstliche Intelligenz mit unserer Arbeit? Kein Konferenzmarathon, sondern kurze Auftritte und direkter Austausch.
Der Titel klingt nach großem Schlagwort, gemeint ist etwas Handfestes. Automatisierung, die Routinen abnimmt. Assistenzsysteme, die im Alltag mitlaufen. Flexible Arbeitsmodelle, Smart Co-Working, Wissensmanagement. Und die Frage, wie ein Betrieb stabil bleibt, wenn sich Werkzeuge und Märkte schnell ändern. futureSAX packt das nicht in lange Vorträge, sondern in Pitches von wenigen Minuten.
Inhaltsübersicht
Ein Forum für alle, die KI nicht nur diskutieren wollen
Eingeladen sind Gründende, mittelständische Unternehmen, Menschen aus Wissenschaft und Transfer sowie Kapitalgeber. Ausdrücklich auch Jugendliche aus Sachsen. Verbindendes Thema ist die Lausitz, eine Region, die sich beruflich gerade neu sortiert. Wer hier einen Partner, ein Projekt oder frische Ideen sucht, ist beim Matchmaking und in den Pausen oft näher dran als auf einer großen Messe.
Der Ablauf, Stunde für Stunde
Ab 12 Uhr läuft der Check-in mit Mittagsimbiss, dazu Zeit zum Ankommen. Um 13 Uhr begrüßt futureSAX-Geschäftsführerin Susanne Stump die Gäste und stellt das Thema vor. Gegen 13:15 Uhr startet die Paneldiskussion „Die Lausitz als Arbeitsplatz der Zukunft“, mit Bürgermeister Heiko Nowak, der Organisations- und Kommunikationspsychologin Dr. Stephanie Rohac, Jens Gerlinghoff als stellvertretendem Vorsitzenden und Prof. Dr. Albrecht Löhr als Studiengangsleiter. Nach einer Pause kommt ab 14:30 Uhr der Teil, auf den viele warten: die Pitches, moderiert von Nicole Hübner. Ab 16 Uhr können Gäste zwischen einer Matchmaking-Session und dem Panel „Wachstum gestalten“ wählen. Der Abend geht ab 17 Uhr in ein Get-together über, um 18 Uhr ist Schluss.
Der Pitch um 14:30 Uhr: wenn die Telefonanlage mitdenkt
14:30 Uhr, Session A (Digital Workers & Data Science): Peter Gemander, Geschäftsführer der Zöllner Büro- & IT Systeme GmbH, mit „Intelligente Business-Kommunikation: Smarte Telefonanlage mit KI-Assistenten“.
Den Anfang der Pitches macht ein Thema, das im ersten Moment unspektakulär klingt: das Telefon. Genau da setzt Gemander an. Seine Idee ist eine Telefonanlage, in der KI-Assistenten mitarbeiten. Sie nehmen Anrufe entgegen, ordnen das Anliegen ein und reichen nur weiter, was wirklich einen Menschen braucht. Für Handwerksbetriebe, Kanzleien oder kleine Firmen, in denen niemand dauerhaft am Empfang sitzt, ändert das einiges. Kein Anruf läuft mehr ins Leere, und das Team wird die ewig gleichen Standardfragen los. Wer sehen will, wie KI im Büroalltag ankommt und nicht nur auf Messeständen, bekommt hier ein Beispiel aus einem sächsischen Unternehmen.
Siehe auch: https://sprachassistent.net
Smart Co-Working und Wissensmanagement: die weiteren Pitches
Ab 14:50 Uhr geht es in Session B um Smart Co-Working. Danny Heß zeigt seine PACA-Workplace-Analyse, Celina Distler von der NetTask GmbH spricht über ein „User-Centric Building OS“, das Arbeitsräume per KI steuert, und Uwe Thuß von App Concept.com bringt seine Digital-Asset-Lifecycle-Plattform mit. Session C ab 15:10 Uhr dreht sich um Wissen und Bildung. Mit dabei sind Tobias Göcke von SupraTix, Dr. Franz Beier mit der KI-Plattform seiner hAiner GmbH, Dr.-Ing. Ievgenii Tsokalo von Mimetik zur Digitalisierung von Handarbeit und Dr. Maximilian Bäumler von paioneers, dessen Lösung „Paige“ bei Mitarbeitendengesprächen helfen soll.
Anmeldung und Anfahrt
- Termin: Donnerstag, 24. September 2026, 12:00 bis 18:00 Uhr
- Ort: Sorbisches National-Ensemble, Äußere Lauenstraße 2, 02625 Bautzen
- Veranstalter: futureSAX, Innovationsplattform des Freistaates Sachsen
- Anmeldung: online, jede Anmeldung wird einzeln geprüft
Anmelden kann man sich über die Veranstaltungsseite von futureSAX, Fragen beantwortet Projektmanagerin Nicole Hübner. Aus Dresden sind es mit dem Auto gut 50 Minuten bis Bautzen. Die Anfahrt lohnt sich vor allem für alle, die KI im eigenen Betrieb ausprobieren wollen und dafür lieber ein echtes Beispiel sehen als eine weitere Folie.






