3 Mythen der E-Zigarette nÀher betrachtet

FrauenrauchenE Zigarette

Das PhÀnomen E-Zigarette

Was war das fĂŒr eine Revolution, als die E-Zigarette auf den Markt kam. Ein regelrechter Hype entwickelte ich und die meisten Raucher fingen an auf diese Art des Rauchens umzusteigen. Das Rauchen einer E-Zigarette brachte vermeintliche Vorteile mit sich. Die meisten BegrĂŒndungen waren folgende:

  • Kosteneinsparung
  • Umgehen des Rauchverbotes in GaststĂ€tten
  • GesĂŒnder Rauchen
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Kann man mit der E-Zigarette Geld sparen?

Kommen wir zuerst zur Kosteneinsparung. Spart man beim elektrischen Rauchen wirklich Geld? Nun die Preise einer E-Zigaretten Grundausstattung gehen von 25 Euro bis 80 Euro. Dazu kommt das sogenannte Liquid, was dann in der Vorrichtung verdampft wird und den Effekt des richtigen Rauchens mit sich bringt. Die Liquids kosten ca. 10 Euro wo man ca. 1500 ZĂŒge Pro Packung machen kann. Zur Erinnerung, bei einer normalen Tabakzigarette macht man 7 bis 12 ZĂŒge. So mal ganz grob gerechnet sind das 150 Zigaretten, also ca. 7 Schachteln. Wenn man der Schachtel einen Preis von 5 Euro gibt und annimt sind das 35 Euro gegen 10 Euro. Zieht man das Rauchen mit der E-Zigarette 1 Monate durch, so dass sich die Anschaffungskosten der Grundausstattung sich auch noch rechnet, kann man rein rechnerisch sagen, JA das Rauchen mit der E-Zigarette ist billiger.

ABER da gibt es ein Problem. Wenn man Raucher ist, benötigt man Nikotin, den davon kommt auch das Suchtverhalten. Der Verkauf von E-Zigaretten Nikotin Liquids, ist mittlerweile, laut Bundesgerichtshof (BGH) strafbar. Im Detail heißt das “Das Inverkehrbringen von Verbrauchsstoffen mit Nikotin aus Rohtabak ist strafbar”. In der Regel enthalten die Liquids Propylenglykol, Glycerin, Aromastoffe, destilliertes Wasser, Ethanol und mitunter auch Nikotin in unterschiedlicher Konzentration und genau um dieses Nikotin geht es.

Zitat: Nach § 52 Abs. 2 Nr. 1 VTabakG (VorlĂ€ufiges Tabakgesetz) und der dazu erlassenen Tabakverordnung (TabV) ist es verboten, Tabakerzeugnisse, die zum anderweitigen oralen Gebrauch als Rauchen oder Kauen bestimmt sind, in den Verkehr zu bringen. Hier geht der BGH davon aus, dass es sich bei dem Nikotin im angebotenen Liquid um ein Tabakerzeugnis handelt, denn es sei aus Rohtabak – also aus natĂŒrlichen Tabakpflanzen – gewonnen worden (§ 3 VTabakG). Dass dabei letztlich nur das darin enthaltene Nikotin und nicht der Rohtabak genutzt werde, spielt aus Sicht des BGH fĂŒr die Einordnung keine Rolle.

Anmerkung: Na super, da hat man endlich eine Alternative zur Tabakzigarette gefunden und dann dieses Urteil. Verbraucher brauchen nicht mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen aber die VerkĂ€ufer in Deutschland schon. Letztendlich mach das fĂŒr den Verbraucher auch keinen Sinn, denn wenn ich es nicht mehr kaufen kann, hat sich das Thema E-Zigarette sowieso erledigt. Von den 3 Mill. Rauchen gab es einen großen Teil, der das Nikotin brauchte um seine Sucht zu bedienen. Da es jetzt keine Nikotinliquids mehr gibt, wird ein Großteil wahrscheinlich wieder auf die Tabakzigarette zurĂŒckgreifen. Da hat der BGH wieder mal ein Urteil gefĂ€llt, was bei vielen nur KopfschĂŒtteln hervorruft. FĂŒr das Urteil verleihen wir dem BGH heute das “Goldene Fragezeichen”.

Tipp: E-Zigaretten Liquids bei Amazon beinhalten immer noch das Wort Nikotin. Wenn man genau liest, wird man merken, dass der Nikotingehalt 0,00mg betrÀgt. Also nicht verwirren lassen.

Kann man eine E-Zigarette im Restaurant rauchen?

ZunĂ€chst eine BegriffserklĂ€rung. Der Gesetzgeber versteht unter Rauchen, dass AnzĂŒnden und Am-Brennen-Halten eines Tabakerzeugnisses. Das ist bei einer E-Zigarette nicht der Fall und in diversen Foren steht zu lesen, dass das Nichtraucherschutzgesetz hier keine Anwendung findet. Das heißt im Klartext: JA das Rauchen einer E-Zigarette ist in GaststĂ€tten erlaubt.

Aber was bringt das? Die meisten Wirte argumentieren, dass andere GĂ€ste sich durch die E-Zigarette irritiert und gestört fĂŒhlen, was auch irgendwie nachvollziehbar ist. Es soll sogar Gastronomen geben, die den elektrischen Rauchern, nach dem Motto Sicher ist Sicher, einen anderen Raum zuweisen, wo diese dann elektrisch Rauchen können. Das Wort Diskriminierung hört man in diesem Fall öfters. ABER eines muss man immer bedenken. Der Wirt hat Hausrecht und er bestimmt die Regeln. Wenn er erklĂ€ren kann, dass seine Entscheidung zum Wohl der anderen GĂ€ste notwendig ist, hat man wahrscheinlich schlechte Karten bei einer Klage gegen den Wirt.

Hand aufs Herz: Mal ehrlich, Rauchen ist doch etwas Entspannendes und wenn ich Rauche will ich meine Ruhe aber wenn ich merke, dass von anderen GĂ€sten und dem Wirt Widerstand kommt, wĂŒrde mir die Zigarette nicht schmecken. Darum wĂŒrde ich es wahrscheinlich sein lassen. Fazit: Das Rauchen in GaststĂ€tten durchzudrĂŒcken bringt nichts.

Ist das Rauchen eine E-Zigarette gesĂŒnder?

Hier sollte der “Gesunde Menschenverstand” die Antwort kennen. Es liegt nicht in der Natur der Lebewesen unsere Erde und schon gar nicht beim Menschen, dass er Rauch einatmen muss. NatĂŒrlich atme ich beim Rauchen einer E-Zigarette Rauch ein, die meine Lungen fĂŒr meinen lebensnotwendigen Stoffwechsel nicht wirklich benötigen. Deshalb ist dieser Rauch als Fremdstoff zu betrachten. Das Nikotin schĂ€dlich ist, wurde wissenschaftlich bewiesen. Das was man bei einer E-Zigarette einatmet wird derzeitnoch noch, auf seine SchĂ€dlichkeit untersucht.

Aber fest steht …. Gesund geht anders.

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